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Die organisierte Erste-Hilfe des ASB Regionalverbandes Jura, sowie der Freiwilligen Feuerwehren Vorra und Artelshofen waren im vergangenen Jahr stark gefragt. Mit rund 270 Einsätzen verzeichneten die Gruppen an den beiden Standorten im Pegnitztal ein einsatzintensives Jahr.
Während im Bereich Vorra die „First-Responder“ 98 mal zu Erste-Hilfe-Maßnahmen ausrückten, waren die „Helfer-vor-Ort“ im Bereich Neuhaus/Velden gar 167 mal zu Tag- und Nachtzeiten unterwegs. „Schon alleine anhand der nackten Zahlen wird sichtbar, dass die Einrichtung, die nunmehr seit acht Jahren besteht, Sinn macht“, so ASB Vorsitzender Roland Löb. Durch die örtliche Präsenz und kurzen Wegen kann damit wesentlich schneller den Bürgern geholfen werden und der Patient bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes mit den Basismaßnahmen versorgt werden.
Wie wichtig die ehrenamtlichen HvO'ler sein können zeigte die achtmonatige Straßensperrung in Neuhaus. Mit den Helfern im Ostteil der Gemeinde und Finstermühle konnten sie den bevölkerungsreichsten Gemeindeteil Siedlung mit Krottensee und Mosenberg abdecken bis der Rettungsdienst aufgrund der langen Umleitungsstrecke nach zehn bis 12 Minuten eintraf. „Da hätten nicht wenige Leute ganz schön warten müssen bis jemand vor der Haustüre steht“, resümiert der Vorsitzende. Aber auch der Westteil konnte trotz der Sperrung gut betreut werden. Durch die Unterstützung der Gemeinde und dem Entgegenkommen eines Bürgers war es möglich über aufgebesserten Feldweg und Privatgrundstück trotzdem zügig auf die andere Seite zu kommen. Dafür könne man nur Dank sagen.
Besonders freut es die Verantwortlichen bei ASB und Feuerwehr, dass die freiwillige und uneigennützige Einsatzbereitschaft bis auf wenige Ausnahmen nahezu an jedem Tag rund um die Uhr gewährleistet war. „Alleine das ist schon eine Leistung, ist die Bereitschaft doch nicht verpflichtend und erfolgt der Einsatz in der Freizeit oder während der Arbeitszeit“. Die Alarmierungen der Ersthelfer, die nach dem Notruf „112“ durch die Integrierte Leitstelle in Nürnberg erfolgen, deckten wieder ein breites Spektrum ab. Brüche, Schlaganfälle, Herzerkrankungen, Kollaps und vieles mehr forderten das Wissen und adäquate Handeln der rund 20 Freiwilligen. Belastende Situationen blieben da nicht aus. Ein tödlicher Verkehrsunfall brennt sich da genau so ins Gedächtnis ein, wie das Geschehen, dass während der Versorgung ein Mensch plötzlich zusammenbricht und trotz aller Versuche und besten Voraussetzungen sein Leben nicht mehr gerettet werden kann. Manchmal sorgen die Helfer als ersteintreffende Kräfte auch für Klarheit und können somit weitere wichtige Maßnahmen in die Wege leiten. Dass beim Wohnhausbrand in Neuhaus noch Personen im Gebäude und in Gefahr sind, ist ebenso ein Beispiel, wie die frühzeitige Nachforderung eines Notarztes nach Feststellung der Situation vor Ort. Auch überörtlich waren die Samariter und Feuerwehrler 2011 wieder unterwegs. So fuhren die „First-Responder“ aus Vorra auch nach Hirschbach und die „Helfer-vor-Ort“ unterstützten in Plech und Hormersdorf.
Immer wieder schön, so Löb, sei zu erkennen, dass die Betroffenen oder Angehörigen dankbar für diese organisierte Erste-Hilfe sind. Das motiviere auch und bestätigt, dass die Mitgliedsbeiträge des ASB und die Spenden richtig zum Wohl der Bevölkerung eingesetzt sind. Keiner der Helfer bekomme Geld für seinen Dienst, aber Ausstattung und Unterhalt der Ausrüstung kosten ein paar Tausend Euro im Jahr, die von den Krankenkassen nicht erstattet werden. Für den Standort Vorra ist die Ersatzbeschaffung des Fahrzeuges in diesem Jahr vorgesehen, um auch den Helfern mehr Platz und Sicherheit beim Ausrücken gewähren zu können. Hierfür sind auch wieder Spenden willkommen.
Verbessert hat sich die Anzahl der Freiwilligen, die sich als „Helfer-vor-Ort“ oder „First-Responder“ engagieren. In 2011 konnten wieder neue Kräfte gewonnen werden. Die Ausbildungsabteilung des ASB Regionalverbandes hat hier einiges investiert, um die Helferinnen und Helfer für die Situation fit zu machen auf sich alleine gestellt zu sein, bis der Rettungswagen aus Velden, Schnaittach, Hersbruck oder Pegnitz am Einsatzort eintrifft. Regelmässig finden zudem (Pflicht)Fortbildungen statt, um den Menschen egal welchen Alters zwischen Ranna und Eschenbach qualifiziert helfen zu können. So nebenbei scheint eine andere Qualifikation auch von Vorteil zu werden: Die Verständigung in Englisch. Die ist bei einem „gestrandeten Amerikaner“ am Bahnhof ebenso hilfreich, wie beim internationalen Publikum in den Klettergebieten, wie am Weißenstein, wo die Ersthelfer vergangenes Jahr viermal anrückten. Die ASB-Landesschule in Lauf bietet deshalb auch spezielle Kurse für „Medical English“ an.
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